Samstag, 9. Februar 2013

Der Masterplan

Abnehmen klingt ja ganz super ... aber wie soll das eigentlich funktionieren?

Es gibt so viele unterschiedliche Diäten wie Völker und Länder auf dieser Welt. Und jeder schwört das seine Variante die beste und effektivste ist und alle anderen nur Blödsinn und Ungesund sind.

Ich werde daher nicht erklären warum Atkins gut ist, sondern einfach nur erklären wie es funktioniert. Danach darf jeder für sich selbst entscheiden ob er es gut findet oder nicht. Ungeachtet dessen sei jedoch gesagt: Dies ist keine Frage um Erlaubnis. Hier geht es nicht darum ob Irgendjemand das ganze toll findet. Ich mache es einfach und berichte wie es läuft. Das Ergebnis wird dann für sich selbst sprechen.

Die Lebensmittel die wir Tag für Tag zu uns nehmen bestehen aus unterschiedlichen Nährstoffen. Die bekanntesten sind Fett, Kohlenhydrate, Proteine, Ballaststoffe und diverse Vitamine.

Fett ist ein hervorragender Energielieferant, Kohlenhydrate sind leicht verdaulich und liefern schnell Energie und Proteine, also Eiweiß, ist wichtig für den Wachstum der Zellen.

Wenn diese ganzen Nährstoffe in unserem Magen zusammentreffen wird jedoch nicht alles vermischt und in Energie umgewandelt. Sondern es gibt eine Prioritätenliste.

Auf Platz 1. stehen die Kohlenhydrate, denn sie sind einfach zu verdauen und liefern schnell Energie. Wem das Wort Kohlenhydrate nichts sagt: Wir sprechen hier von Zucker. Traubenzucker, Fruchtzucker etc.
Dextro Energy besteht z.B. aus purem Traubenzucker den unser Magen in nu in Energie umwandelt, daher auch dieser Leistungsschub der immer versprochen wird.

Doch wo ist der Haken?

Nun davon gibt es nicht nur einen, sondern gleich zwei.

Zuerst liefern Kohlenhydrate zwar schnell Energie, sind aber genau so schnell wieder verbraucht. Der Blutzuckerspiegel schießt nach oben, man hat volle Power und nach 2 Stunden sackt er wieder gnadenlos ab. Wenn der Blutzuckerspiegel im Keller ist, bedeutet das letzten Endes nur eins: Hunger.

Wer also viele Kohlenhydrate isst, hat immer wieder mit Hunger und Heißhunger zu kämpfen.

Der zweite Haken liegt darin, das Kohlenhydrate wie erwähnt immer Vorrang haben. Also eben auch vor Fett. Wenn nun also Kohlenhydrate und Fett gleichzeitig bei der Brennkammer an die Tür klopfen, lässt man den Zucker rein und sagt dem Fett er solle sich doch bitte irgendwo ablagern, vielleicht wird er später gebraucht.

Voilá. DAS macht uns dick.

Es ist nicht das Fett allein, sondern die Kombination aus Fett und Kohlenhydrate.

Schauen wir also doch mal was passiert wenn wir die Kohlenhydrate drastisch reduzieren:

Das Fett klopft bei der Brennkammer an der Tür. Diesmal jedoch wird es nicht weg geschickt sondern ist herzlich Willkommen. Es ist sogar noch jede menge Platz, also holt man auch noch ein bisschen Fett aus dem Lager.

Da Fett wie bereits erwähnt ein fantastischer konstanter Energie-Lieferant ist, bleibt der Blutzucker auf einem  ausgewogenem Niveau und hört auf Berg und Talfahrten wie bei einer Achterbahn zu machen.

Ergebnis: 

Kaum bis keinen Hunger. Permanent Leistungsstark, man fühlt sich fit und voller Tatendrang.

Und das war für unsere Vorfahren, den lieben Steinzeitmenschen, auch sehr wichtig. Denn ohne konstante Power waren Stundenlanges Jagen von Mammuts und Co. einfach unmöglich.
Hätten sich unsere Vorfahren nur von Kohlenhydrate ernährt, hätte das Mammut immer gewonnen und wäre heute anstelle des Menschen wohl die dominante Spezies auf diesem Planeten.

Aber kommen wir zurück zum wesentlichen:

Durch das drastische reduzieren von Kohlenhydrate, durch das umstellen auf Fett-Verbrennung, nehmen wir nicht nur ab, sondern haben soviel Energie zur Verfügung, das wir freiwillig unsere Sportschuhe anziehen und Sport machen wollen. 

Und das allerbeste: Niemand muss hungern. Solange man die Kohlenhydrate umgeht kann man reichlich und lecker essen.

Ein Schinken-Omelett zum Frühstück? Ein saftiges Steak mit Bohnen zum Mittagessen? Einen großen Salat mit Käse und Thunfisch zum Abendessen?

Die Leute werden glauben man spinnt. Aber solange man sich an die Regeln hält, nimmt man trotzdem hervorragend ab.

Das ist viel besser als diese ganzen Fett reduzierten Produkte in die dann als Ersatz für das Fett soviel Zucker reingepumpt wird das einem ganz übel davon wird.

Fett ist außerdem ein Geschmacksverstärker, das heißt das Essen schmeckt auch viel besser!
Und Essen muss Spaß machen. Was nicht der Fall ist, wenn es nicht schmeckt und man danach trotzdem noch Kohldampf schiebt.

Freitag, 8. Februar 2013

Man kann auch glücklich sein, wenn man dick ist.

... klar, aber Selbstverständlich. Lasst mich an dieser Stelle einen weisen Mann zitieren der einmal dazu sagte: "Am Arsch hängt der Hammer und macht Klimmzüge."

Denn Dick sein  bedeutet mit Einschränkungen leben zu müssen. Bestimmte Dinge nicht tun zu können. Ein Stück Freiheit aufgeben. Und welcher Mensch lässt sich schon gerne seine Freiheit nehmen?

Selbstverständlich kann ein dicker Mensch auch glücklich sein. Nachdem er einen guten Film im Kino gesehen hat. Oder nachdem er Spaß mit Freunden hatte.
Aber so richtig glücklich? Nein. 
Denn immer wieder kommt es zu Situationen wo einem plötzlich Grenzen gesetzt sind und sich die Sehnsucht zu Wort meldet.

So etwas kann man unterdrücken. Sehr gut sogar. Aber wer will mir erzählen das man tatsächlich glücklich ist, wenn man sich permanent selbst belügt?

Ich bin nun 13 Jahre lang dick. Nein ... maßlos übergewichtig. Mit 172 Kilo bei gerade mal 175 cm sprenge ich jede BMI Skala. Und 13 Jahre sind mehr als genug um zu verstehen das man immer eine Wahl hat. Denn im Gegensatz zu einer Person die unter einer angeborenen oder unheilbaren Krankheit leidet, ist dick sein einfach nur ein Zustand und man hat die Möglichkeit das zu ändern.

Ich habe es schon etliche Male probiert. Manchmal weil ich es wirklich wollte, manchmal einfach nur damit die Leute mich endlich in Ruhe lassen. Geklappt hat es nie. Und es hat auch nicht geholfen ständig daran erinnert zu werden. Denn stellt euch vor, das macht die Umwelt von ganz alleine, bei jeder Bewegung, bei jeder Tätigkeit. 

z.B. Wenn man wieder einmal in den Bus steigt und statt einem gleich zwei Sitze braucht. Oder wenn andere Personen nicht mehr in den Aufzug passen weil man selbst schon drin steht. Noch besser: Wenn alle Leute einen anschauen weil man schon wieder nach der ersten Treppe stöhnend, schnaufend, schwitzend da steht und völlig fertig ist.

Dann braucht man es wirklich nicht das auch noch jene Leute die einem Nahe stehen, die man liebt, dich immer wieder auf deine Fehler hinweisen.

Nein, das muss die Person selbst tun. Und sich selbst aufraffen, das Problem in den Griff zu bekommen.

Dieser Blog ist dazu da, das Ganze in meinem Fall zu dokumentieren und Jenen damit zu helfen, die unter dem gleichem Problem leiden.